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Montag, 28. Juli 2008IRONMAN 200813.7.2008...Weckerläuten um 4:00 Uhr morgens....na einmal Schlummertaste geht noch. Dann aber auf. So, als Frühstück gibt's heute zwei Semmerl mit Käse. Die zweite Semmel schaff ich garnicht, mein Magen lässt nichts mehr rein. Schlecht, hoffentlich bekomme ich nicht schon beim Schwimmen Hunger. Abfahrt in Richtung Wechselzone so gegen 5:00 Uhr, immerhin muss das Rad noch hergerichtet werden.....Luftdruck erhöhen, der Himmel ist stark bewölkt, heisst es wird nicht sehr heiss werden bis ich vom Schwimmen zurück bin, Luftdruck auf 10bar erhöht. Bentobox mit Riegel gefüllt, Getränkeerstversorgung verstaut. Eine ganz liebe Freundin hat mir eine fertige Käsesemmel aufs Rad gelegt, für später. Raus aus der Wechselzone, den Streetwearsack abgegeben, damit ich am Abend was trockenes zum anziehen habe. Anschliessend der Marsch ins Strandbad wo schon einige aufgeregte Athleten, mich inklusive, wie die Hühner herumflitzen. Immerwieder muss ich ganz tief durchatmen um mich zu beruhigen, aber es gelingt nicht. Nach einem guten Tip lasse ich mir vorm Anlegen des Neoprens den Nacken die Knöchel und die Handgelenke mit Vaseline einschmieren...."erleichtert das Ausziehen nach dem Schwimmen"....ok, einen Versuch ist's wert. Nun aber genug, ich bin aufgeregt wie noch nie, ich mische mich unter die Athleten in der Startzone, laufe am Strand auf und ab wie ein Tier im Käfig,.......verdammt, warum ist es noch nicht 7:00? Endlich ertönt der Startschuss und die Massen schwimmen los, 2400 Athleten matchen sich um die besten Positionen im Wasser, meine Anspannung ist im nu verflogen. Nach ein paar hundert Metern schaffe ich es ganz an den rechten Rand des Pulkes zu kommen und kann dort mein eigenes Tempo schwimmen ohne zu behindern oder behindert zu werden, nur bei den Wendebojen wird's ein wenig eng. Schwimmen geht gut, alles in Kraultechnik und mit lockerer Atmung, kein Stress. Am Eingang zum Lendkanal gibt's wieder gedränge aber ich denke..."bald geschafft".....doch der Kanal nimmt einfach kein Ende. Irgendwann errreiche ich doch den Schwimmausstieg und ich freu mich auf's Radfahren. Ob ich jetzt besser aus dem Neopren gekommen bin weil einvaseliniert, weiss ich nicht. Ich sitze am Rad und es geht mir gut, ich freue mich, trotzdem es am Beginn der Radstrecke leicht zu regnen beginnt, auf's fahren. Alles ist locker und ich pedaliere geschmeidig dahin. Beim ersten Bergabstück will ich vorne auf's grosse Blatt schalten und die Kette springt drüber und runter. Verd......, ruhig bleiben, Kette eingehängt und für den Rest des Tages aufs grosse Blatt verzichtet. Nach 60km das erstemal Rupertiberg. Schwupp-wupp bin ich oben und ein DJ brüllt mich über seine Verstärkeranlage an..."WILLKOMMEN AM RUPERTIIIIIIIIIEEEEEEE!!!!!"....und ich denke nur, "echt??? des wor er???".......na gut, von da an geht's quasi nurmehr bergab nach Klagenfurt zum Ende der ersten Runde. Schon 400m vor der Wende stehen die Zuschauer und feuern einen an, ich bleib am Aufleger liegen und rausche mit 45km/h in die Wendezone, ein unglaubliches Gefühl, Gänsehaut, ich bekomme den fetten Grinser nichtmehr aus dem Gesicht, und ab geht's auf Runde zwei. Irgendwann ist dann Schluss mit Lustig, die Kräfte lassen nach und ein echt heftiges Gewitter zieht auf. Beim zweiten Mal zeigt der Ruperti was er kann, irgendwie erscheint er mir viel höher und steiler als vorhin, ich muss auf meinen allerkleinsten Gang schalten um überhaupt raufzukommen, das Regenwasser schiesst mir in Sturzbächen entgegen. Doch mit Hilfe der ganz lieben Freundin mit der Käsesemmel schaff ich's irgendwie drüber und dann die letzten Kilometer bis zur zweiten Wechselzone, wo ich mir die Laufschuhe über die durchnässten Socken streife. Genau jetzt, wo mir der Regen herzlich egal, ja sogar willkommen ist, kommt die Sonne raus und alles fängt zu dampfen an. Laufen ist sowieso meine schwächste Disziplin, wobei eine richtig Starke hab ich garnicht. Wenn's dann heiss auch noch wird, dann laufe ich eigentlich weniger, als dass ich mich irgendwie über die Strecke schleife und hoffe es doch zu schaffen. Die ersten 10km kann ich noch relativ locker durchlaufen, dann aber werden die Gehpausen pro jedem weiteren 10er immer länger, aber ich weiss, ich schaffe das und wenn ich den Rest gehen muss. Was dann aber doch nicht passiert ist, letztlich habe ich alle Reserven für die letzten 1000m zusammengekratzt und bin erhobenen Hauptes in den Zielkanal eingebogen, wo mich der Ansager nach 13h19min mit den Worten....."Gerald....grossartig!!!..." empfangen hat. Eigentlich wollte ich ja..."YOU ARE AN IRONMAN!!!!" hören.......egal.....ich bin trotzdem einer......... ein paar Fotos
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